Ist Skydeas wirklich kostenlos?
Ja, Skydeas selbst und alle Inhalte auf dieser Webseite sind Open Source und stehen unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-SA 4.0.


Was kann ich mit Skydeas machen?
Skydeas hilft bei Problemlösungen und um neue Ideen zu produzieren.
Mithilfe von Skydeas kann man auch viele neue Varianten zu einer Grundidee erzeugen.


Wie funktioniert Skydeas?
Auf der Startseite finden Sie ein 3-minütiges Video Tutorial, auf der Hintergrund-Seite gibt es Informationen zum wissenschaftlichen Hintergrund, und wie man in 3 Schritten neue Ideen mit Skydeas erzeugt.


Warum eine neue Kreativitätstechnik? Warum nicht Brainstorming, laterales Denken oder Design Thinking verwenden?
Skydeas ist die erste Kreativitätstechnik, die sowohl einfach und intuitiv ist, als auch wissenschaftlich fundiert. Im Gegensatz zu Techniken, die auf zufälligen Assoziationen beruhen, geht Skydeas zielgerichtet und systematisch vor. Auf der Vergleichsseite findet sich ein Vergleich zwischen Skydeas und anderen Kreativitätstechniken.


Kreativität ist und bleibt ein irrationaler Prozess, der sich nicht steuern lässt. Einen solch zufälligen Prozess über ein System steuern zu wollen, funktioniert nicht und ist im schlimmsten Fall sogar kontraproduktiv.
Das ist falsch. Die psychologische Kreativitätsforschung untersucht seit Jahrzehnten kreative Prozesse. Sie hat in zahlreichen Studien belegt, dass der Heureka-Moment nur ein sehr kurzer, wenn auch wichtiger Teil davon ist. Ebenso wichtig sind Vorbereitungs- und Ausarbeitungsphase, die stark rational geprägt sind. Brainstorming und laterales Denken haben überdies durch ihre zahllosen Anwendungen gezeigt, dass sich kreatives Denken durch geeignete Assoziationen fördern lässt. TRIZ schließlich hat erfolgreich den empirischen Nachweis angetreten, dass eine systematische Unterstützung durch alle Phasen des Problemlöseprozesses höchst produktiv und bei komplexeren Problemen sogar notwendig ist.


Sprachen unterscheiden sich stark in Zahl, Funktion und der Bedeutung von Verben. In manchen Sprachen werden Aktionen nicht einmal durch Verben ausgedrückt. Es ist deshalb sinnlos, Verben als Basis für Operationen, Transformationen und Handlungen zu verwenden.
Das ist faktisch richtig, die Schlussfolgerung allerdings nicht angebracht. Die Webseite beschränkt sich auf 2 Sprachen, nämlich Englisch und Deutsch, in denen hauptsächlich Verben Änderungen, Prozesse, und Transformationen ausdrücken. Tatsächlich sind aber auch in vielen weiteren Sprachen Verben die Träger dieser Information.


Gerade Verben sind dafür bekannt, sehr viele Bedeutungen zu besitzen. Es ist deshalb unklar, welche Bedeutung eines Verbs für das jeweilig zugrunde liegende „Konzept“ ausgewählt wird. Selbst Sprecher einer einzigen Sprache sind sich oft nicht darüber einig, was ein Wort bedeutet.
In der Tat haben Verben viele Bedeutungen. Die Semantikforschung gibt hier viele verschiedene Antworten. Wir verwenden die folgende Herangehensweise. Es wird diejenige Bedeutung gewählt, die dem gesuchten Konzept am nächsten kommt, möglichst wenig Nebenbedeutungen besitzt und möglichst allgemein und abstrakt ist.


Wenn die semantische und pragmatische Forschung eines gezeigt hat, dann doch, dass der Kontext eines Wortes entscheidend ist. Ein Verb ohne Kontext als Elementaroperation zu deklarieren ist sinnlos.
Da das zu lösende Problem über Assoziation mit dieser Operation in Verbindung gebracht wird, stellt das Hintergrundwissen einer Expertin daher den Kontext bereit.


Für wirklich komplexe Aufgaben wissenschaftlicher und technischer Art ist das System nicht geeignet, da es keinerlei systematische Hilfen in diesem Bereich bereitstellt. Eine „Wortsammlung“ ist hier nicht genug. TRIZ hat gezeigt, dass viele unterschiedliche, genau passende Instrumente an die unterschiedlichen Phasen des Problemlösungsprozesses angreifen müssen.
Das vorgestellte Kreativitätssystem ist bewusst nicht den Weg wie TRIZ gegangen, da sich gezeigt hat, dass TRIZ zu komplex für einen Einsatz in der Breite ist. Nicht jeder ist bereit, Monate oder Jahre zu investieren, um ein Kreativitätssystem benutzen zu können.
In der Tat handelt es sich um einen Trade-Off. Die Mächtigkeit des Systems beruht auf dem Hintergrundwissen der jeweiligen Expertin in Kombination mit den Elementaroperationen. Von daher hat es den Anspruch, auch komplexe wissenschaftliche und technische Probleme lösen zu können.


TRIZ wird vielfach kritisiert, dass es zu abstrakt ist. Dieses System ist noch abstrakter. Man wird damit nicht wirklich arbeiten können.
In der Tat sind die Elementaroperationen abstrakt. Sie bilden das Gegenstück zu den höchst konkreten Teilen des Systems, für das eine Lösung gesucht wird. Um diese beiden Gegenstücke zusammen zu bringen, wird lediglich das grundlegende Prinzip der Assoziation benötigt. Dies ist so leicht, dass es jedes Kind kann.


Es gibt viele verschiedene Arten der Kreativität. Wie soll ein einziges System, das zudem nur aus Wörtern besteht, sie alle abdecken? Das kann nicht funktionieren. Wie soll z.B. eine Malerin mit Wörtern arbeiten?
Möglicherweise ist das System für einige Gebiete tatsächlich nicht oder weniger gut geeignet. Allerdings handelt es sich um ein System aus Elementaroperationen – der Anspruch ist also tatsächlich, über einen Assoziationsprozess alle grundlegenden Transformationen bezüglich irgendeines Systems in den Blick zu bekommen. Demzufolge kann also auch eine Malerin zum Beispiel über Fragen wie „Welche neue Technik könnte ich verwenden, um X zu zeichnen?“ oder „Wie lässt sich Thema Y noch darstellen?“ neue Hinweise auf neue Umsetzungsmöglichkeiten bekommen.